Mehr als nur ein Strick

Das Mysterium Hundeleine

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Alle Hundebesitzer, ich zähle mich auch dazu, haben mindestens eine Hundeleine. Doch die meisten wissen nicht was sie damit anfangen sollen.

Ja – den Hund anleinen. Aber warum?

  1. damit er nicht weg läuft, damit er auf der Straße nicht überfahren wird, damit er nicht Nachbars Katze frisst, damit er nicht hinter dem nächsten Hasen her läuft, …
  2. damit er nicht in Kontakt mit anderen Hunden gerät, …
  3. damit man nicht immer auf seinen Hund achten muss, …
  4. damit dem Gesetz und den Verordnungen genüge getan werden.

Wenn ich noch etwas nachdenke werden mir wahrscheinlich noch viel mehr Gründe einfallen.

Ich habe die Punkte extra aufgeteilt um im späteren Text darauf eingehen zu können – aber eins nach dem anderen.

Zerren an der Leine

oder, wie es nicht sein soll.

Es wird gezerrt und gezogen. Soll der Hund nach rechts gehen, wird nach rechts gezogen, soll der Hund nach links gehen wird nach links gezogen. Dasselbe passiert beim schneller Gehen, beim langsamer Gehen, beim Stehenbleiben und wenn Hunde und Passanten dem Hundeführer begegnen etc. Soll der Hund die momentane Geschwindigkeit oder Richtung ändern wird an der Leine gezogen. Auch bei Hunden, die schon älter sind, sieht man dieses Verhalten des Hundes und des Hundebesitzers. Man sollte doch meinen, dass ein Hund der schon seit 10 Jahren bei seinem Besitzer ist und auch schon genau so lange mit ihm spazieren geht weiß, wann er stehen zu bleiben hat und wann er nach rechts oder links gehen soll. Weit gefehlt!
Aus Hundesicht betrachtet: der Hund genau das, was er gelernt hat. Aus Menschensicht: Hört der Hund überhaupt nicht. Diese Betrachtungsweise werde ich in dem Kapitel ‚Wie spreche ich mit meinem Hund‘ vertiefen. (kommt noch)

Was passiert hier:

Wir müssen einen kleinen Abstecher in die Lern- und Verhaltenspsychologie machen. Die meisten Hunde wollen geführt und geleitet werden. Ist die Führung nicht da, entscheidet der Hund. Wenn die Hunde einmal ihre ‚Herren‘ gefunden haben warten sie auf seine Kommandos und führen diese auch aus. Das liegt im Wesen des Hundes. Der Hundebesitzer gibt ein Kommando und der Hund führt es aus. Auch die Leinenzerrhunde machen das so. Der Hund hat jetzt im Laufe der Zeit mehrere Dinge gelernt:

  • Herrchen: Will die Richtung wechseln. Hund: Ich brauch nicht auf den Menschen zu achten. Wenn der wo anders hin will, zieht er schon an der Leine. Bis dahin kann ich in die Richtung gehen in die ich gerne möchte.
  • Herrchen: Will stehen bleiben. Hund: Ich brauch nicht auf den Menschen zu achten. Wenn der stehen bleiben will, zieht er schon an der Leine. Bis dahin kann ich in die Richtung gehen in die ich gerne möchte.
  • Herrchen: Da kommt ein Hund, dem dürfen wir nicht begegnen sonst zerfleischen die sich. Hund: Da ist Willi. Dem sind wir schon x-Mal begegnet. Jetzt will ich endlich mal hin. Wenn ich ganz feste ziehe, denn klappt das vielleicht. Hat ja schon mal funktioniert. Nur beharrlich ziehen.

Ich will die Hund-Mensch Gedankengänge hier beenden. Ich denke, dass Sie verstanden haben um was es mir geht.
Lernpsychologisch passiert etwas ganz Kurioses. Wenn das Herrchen an der Leine zieht, bleibt der Hund mehr oder weniger gezwungenermaßen stehen. Das Stehenbleiben des Hundes wird ausgelöst durch das Ziehen an der Leine und nicht dadurch, dass das Herrchen stehen bleibt. Der Hund hat nicht gelernt, dass er stehen bleiben muss wenn die Leine gespannt wird, sondern dass es einfach nicht mehr weiter geht. Der Grund dieses Nichtlernens ist relativ einfach. Der Hund bleibt nicht willentlich stehen, sondern er wird durch die Leine gestoppt. Deshalb kann er auch die Aktion ‚Stehenbleiben‘ nicht lernen. Alles was ein Tier lernen soll muss es selbst tun. Es muss bewusst einen Muskel anspannen um damit eine Aktion, in diesem Fall das Stehenbleiben, auszuführen. Dann kann es diese Aktion auch auf ein Kommando hin ausführen. Das kann ein Wort, ein Pfiff, ein Schnalzen oder sonst irgend was sein.

Merke: 
Der Hund kann nur das lernen, was er selbst und eigenständig tut. Die Reaktion des Menschen kann dieses bestärken (Lob, Leckerchen) oder abschwächen (ignorieren, schimpfen).



Was tun:

Als erstes brauchen wir die Aufmerksamkeit des Hundes. Der Hund muss auf sein Herrchen achten. Aber bitte nicht das ständige Anschauen. Der Hund soll schon dahin schauen wohin er geht. Aber der Hund soll seinen Herrn ‚im Blick‘ haben. Das muss nicht unbedingt mit den Augen geschehen, es kann/soll auch mit dem Gehör geschehen. Auf einer großen Wiese mit einer 10m Schleppleine und ein paar Leckerchen kann das geübt werden.
Dann müssen die Kommandos geübt werden. Immer noch mit der Schleppleine. Immer noch mit Leckerchen.
Wenn das auf einer großen Wiese klappt, kann man es bei jedem Spaziergang mit einbauen.

  • Leine locker
  • Das Kommando
  • Wenn es ausgeführt wird -> Leckerchen.
Merke: 
Eine Übungssequenz soll kurz sein und die Anzahl der Übungen soll gering sein. Ein Hund ist in der Lage sich 10 bis 20 Minuten zu konzentrieren. Danach ist die 'Luft' raus.



Ziel ist es, dass der Hund sich ohne Leine genau so verhält wie mit Leine bzw. umgekehrt.

Die Leine als Rettungsring

Jetzt fragt sich so mancher „Wofür brauche ich dann eine Leine?“
Wenn wir das Zerren hinter uns haben, der Hund auf uns achtet und wir den Hund verbal dirigieren können, sollten wir die Leine trotzdem mitnehmen. Aus folgenden Gründen:

  • An befahrenen Straßen könnte der Hund vor ein Auto laufen
  • Es gibt vielleicht einen Hund auf der anderen Straßenseite zu dem Ihr Hund sofort hin will
  • Ein Reh/Hase/Wiesel/etc. läuft 10m vor uns über die Straße

Sie sehen, alles Situationen, die gefährlich werden können und wo ein Hund eben ein Hund ist. Wenn wir jetzt eine Leine am Hund und in unserer Hand haben, ist die Situation nie gefährlich für Ihren Hund. Das ist der Rettungsring.

Die Leine als Informationsgerät für den Hund

Wenn ihr Hund an der Leine aufmerksam ist, können Sie die Leine auch als Informationsgerät einsetzen. D.h. Sie können Ihrem Hund Kommandos über die Leine geben. Das funktioniert im Prinzip genauso wie die Zügelhilfen in der Reiterei. Dazu sollte die Leine jedoch, wie eigentlich immer, nicht auf Spannung stehen sondern durchhängen. Nur so kann der Hund eine Bewegung in der Leine wahrnehmen.
So können Sie Ihrem Hund beispielsweise folgende Kommandos beibringen:
Leine nach Links – Hund geht nach links
Leine nach rechts – Hund geht nach rechts
Leine einmal nach oben zupfen – Hund bleibt stehen
Leine zweimal nach oben zupfen – Hund macht Sitz
Es lässt sich noch beliebig ausbauen.

Spielen mit der Leine

Ein Thema das oft kontrovers diskutiert wird. Der eine sagt: „Niemals mit der Leine spielen“, der andere sagt: „Das ist ok, da kann man mit spielen.“
Ich habe das bei mehreren Hunden beobachtet, selbst probiert und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Welpen und Junghunde:

Hier gilt: Die Leine gehört ans Halsband und nicht ins Hundemaul. Alles andere ist dem Hund schlecht wieder abzugewöhnen.

Neue Hunde:

Das selbe wie bei Welpen und Junghunden.

Erwachsene Hunde:

Hunde, die schon längere Zeit bei Ihnen sind, die in gewissem Maße ausgebildet sind und die ein Abbruchkommando sicher beherrschen, dürfen durchaus mit der Leine spielen. Aber keine Zerr-Spiele! Das haben wir ja gerade unserem Hund abgewöhnt. Zerr-Spiele sollten nur mit besonderen Spielzeugen z.B. einem dicken Knoten erfolgen. Fängt der Hund an zu zerren kommt sofort das Abbruchkommando.

Alte Hunde:

Ein alter Hund ist ja auch ein erwachsener Hund. Also, ja.
Wichtig ist hier das Abbruchkommando. Welches Sie nehmen ist egal. Ob, ‚aus‘, ‚pfui‘, ’nein‘ oder ein sonstiges Wort oder Geräusch, ganz egal. Es muss nur sicher vom Hund ausgeführt werden. Ich habe festgestellt, dass Hunde auf ein Geräusch besser reagieren als auf ein gesprochenes Wort.

Das sagt das Gesetz

Das ist eigentlich der umfangreichste Punkt, wird von mir jedoch der kürzeste sein.
Die Gesetze, Verordnungen und Richtlinien sind sehr unterschiedlich. Es gibt zum einen unterschiedliche Richtlinien für jedes Bundesland und darüber hinaus kann jede Kommune nochmal Einschränkungen bestimmen. Bei einer Zuwiderhandlung können empfindliche Strafen verhängt werden. Zu beachten ist auch das Jagdgesetz. Auch dieses ist kommunal unterschiedlich.

Folgendes muss beachtet werden und muss für Ihren Wohnort erfragt werden.

  1. Das Tierschutzgesetz (gilt Bundesweit)
  2. Das Jagdgesetz (gilt Bundesweit)
  3. Verordnungen (gilt Landesweit)
  4. Richtlinien (gilt Kommunal)

Ich empfehle jedem Hundehalter sich zu informieren. Das Internet (Google) liefert viele Ergebnisse zu diesem Thema. Hund in der Stadt, am Strand, im Zoo, im Wald, auf Wiesen.

Ein paar Verhaltensmaßnahmen wie ich sie durchführe. Damit bin ich bisher immer gut gefahren.

In der Stadt:

Mein Hund geht in der Stadt grundsätzlich an der Leine. Damit ist dem Gesetz genüge getan, Passanten störe ich nicht und ich brauche nicht zu befürchten, dass mein Hund sich erschreckt und um die nächste Ecke verschwindet. Zur Stadt zähle ich auch Parks und öffentliche Anlagen.

Am Strand:

Der Strand ist, zumindest in Deutschland, nicht wirklich hundefreundlich. Entweder sind Hunde verboten oder der Hundestrand ist Kilometer weit weg, dafür aber sehr kurz und immer überfüllt. Ich halte es so, dass ich mich von solchen Orten fern halte.

Im Zoo und Gärten:

Mittlerweile sind in vielen Zoos in der Umgebung meines Wohnortes Hunde verboten. Das ist sehr schade. Tiere gibt es bei mir nur noch im Fernsehen.

Im Wald:

Da ich meinem Hund angewöhnt/anerzogen habe auf den Wegen zu bleiben und in meiner Nähe, läuft mein Hund im Wald in der Regel frei. Es gibt ein paar Stellen die unübersichtlich sind und wo Wild stehen könnte, dort nehme ich meinen Hund auch an die Leine bzw. ‚Bei Fuß‘. So kann ich ziemlich sicher sein, dass nichts passiert. In NRW dürfen Hunde im Wald frei laufen wenn sie abrufbar sind. (Landesforstgesetz NRW §2 Abs. 3.)

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Auf Wiesen:

Die meisten Bauern haben nichts dagegen, dass man eine leere uneingezäunte Wiese betritt. Aber eben nicht alle. Ich gönne den Bauern jedoch das Wort und frage sie ob es ihnen recht ist. Dann bin ich immer auf der sicheren Seite.

Viele Bauern haben jedoch ein Problem mit Hundekot. Sie stellen Schilder auf, auf denen darauf hingewiesen wird, dass Hundekot gefährlich für Kühe und Kälber ist. Es wird auf Parasiten im Hundekot hingewiesen, z.B. Neospora caninum, die zu Missbildungen des Kalbes und zu Fehlgeburten führen können. Ich gehe erst auf eine Wiese nachdem mein Hund sein Geschäft verrichtet hat. Sollte er seinen Haufen doch mal auf der Wiese ‚verlieren‘ entferne ich diesen mit einer Plastiktüte.

Insgesamt noch eine wichtige Kleinigkeit zu diesem Thema. Viele Orte, an denen wir Hundebesitzer spazieren gehen sind nicht Hundekottauglich. Wiesen, Wege, Vorgärten, Waldwege. Alles Plätze, wo ein Hundehaufen nicht hin gehört. Also nehmen Sie einen/mehrere kleine Plastikbeutel mit um diese zu entfernen. Und bitte – Nicht den Hundehaufen einsammeln, in eine Tüte stecken, diese ordentlich zubinden und dann am Wegesrand liegen lassen. Das ist ganz falsch. Besser, die Tüte über die Hand stülpen, den Hundehaufen mit der Plastiktüte aufnehmen, ihn dann (natürlich ohne Tüte) in den Wald werfen wo er keinen stört, die Tüte auf links ziehen, zuknoten und in die Hosentasche stecken. Zu Hause kann man sie dann in der Restmülltonne entsorgen.





Anleinen, aber warum?

Ich möchte jetzt, wie im ersten Teil versprochen, die vier Punkt erläutern und erklären. Sie haben, wenn Sie den Artikel gelesen haben, jetzt eine Ahnung wie Sie die Leine einsetzen können, was sie damit tun sollen und natürlich was sie lassen sollen. Die meisten Fragen sollten Sie schon beantworten können, aber ich will nochmals auf jeden einzelnen Punkt eingehen.

Zu 1. (Damit er nicht weg läuft, damit er auf der Straße nicht überfahren …)

Ja, so ist es nun mal. Viele Hunde habe eine nicht so starke Bindung zu ihrem Herrchen, dass sie auch mal gern alleine gehen. Dann kommt vielleicht noch Schreckhaftigkeit dazu und der Jagdtrieb. Alles Eigenschaften, die mal mehr und mal weniger ausgebildet sind.

Ich kann diese Aussage somit bejahen. Dies ist ein Grund einen Hund anzuleinen.

Zu 2. (damit er nicht in Kontakt mit anderen Hunden gerät, …)

Das ist eine große Sorge vieler Hundehalter, weil sie eine Beißerei befürchten. Bei den meisten Hunden ist diese Sorge grundsätzlich unbegründet. Hunde rennen nicht aufeinander zu und zerfleischen sich sofort. Von Natur aus ist eine Begegnung erstmal friedlich, abwartend, vorsichtig. Es wird sich beschnuppert und es wird kommuniziert. Oftmals endet so eine Begegnung in einem, teilweise wilden, Spiel, manchmal geht man (Hund) einfach auseinander und jeder geht seinen eigenen Weg.

Ja, wenn …

Wenn da nicht der Mensch wäre, der seinen Hund immer von anderen Hunden fernhält und ihm zu verstehen gibt: ‚Hund ist was Böses‘. Die Reaktionen kennen wir alle. In dem Blog Die Hundeleine II (Aggression) gehe ich näher auf dieses Thema ein.

Ich möchte aber ausdrücklich darauf Hinweisen, dass wirklich nicht alle Hunde friedlich sind. Aus welchen Gründen auch immer. Deshalb, bevor man die Hunde von der Leine lässt, den Menschen kurz fragen.

Ich kann diese Aussage somit verneinen. Dies ist kein grundsätzliche Grund einen Hund anzuleinen.

Zu 3. (damit man nicht immer auf seinen Hund achten muss, …)

Das ist das schlimmste überhaupt. Wenn ich einen Hund (oder generell ein Tier) habe, muss ich mich auch kümmern. Wer das nicht will sollte sich überlegen ob er nicht besser ein Fahrrad kaufen soll. Hund ist dann jedenfalls nicht das Richtige.

Ich kann diese Aussage somit verneinen. Dies ist kein grundsätzlicher Grund einen Hund anzuleinen.

Zu 4. (Damit dem Gesetz und den Verordnungen genüge getan werden.)

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu zu sagen. Die Gesetze und Verordnungen sind natürlich zu beachten.

Ich kann diese Aussage somit bejahen. Dies ist ein Grund einen Hund anzuleinen.



Art der Leine

Ich möchte jetzt noch ein wenig Technisches über Hundeleinen los werden.
Da unser Hund ja nicht mehr wie wild zieht und wir die Leine nur noch als Rettungsring und Informationsgerät einsetzen, haben wir jetzt auch andere Ansprüche an die Leine. Ich will kurz ein paar Leinen-Typen aufzählen und die Vor- und Nachteile beschreiben.

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Die normale Hundeleine

Sie gibt es in verschiedene Längen, Ausführungen und Materialien. An dieser Leine kommt wohl kein Hundebesitzer vorbei. Es ist die Leine für den täglichen Spaziergang. Wenn man eine Lederleine wählt, sollte man auf ein weiches Leder achten. Es gibt nichts schlimmeres als eine steife, störrische Leine, die man stundenlang in der Hand halten muss. Leder braucht aber ein wenig Pflege. Kunststoffmaterialien oder Biothane sind wesentlich unempfindlicher und besser zu reinigen. Dann gibt es alle Modelle noch in flach und rund. Eines haben diese Leinen alle gemeinsam: Sie haben an mindestens einer Seite einen Karabinerhaken, um ihn in das Halsband einzuhaken. Sie können gern eine bessere Qualität kaufen. Eine gute Hundeleine hält mehrere Hundegenerationen. Zu dieser Leine brauchen Sie noch ein Halsband bzw. ein Geschirr.





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Die Moxonleine

Das ist mein absoluter Favorit. Sie ist Leine und Halsband in einem. Man hat sie dem Hund schnell angelegt und den Hund ebenso schnell wieder von ihr befreit. Sie sollten darauf achten, dass die Leine mindestens Zeigefinger-dick ist, damit, wenn der Hund doch mal zieht, keine Verletzungen am Hals und/oder Kehlkopf entstehen. Die Moxonleine sollte einen Stopper haben, damit der Hund sich nicht verletzt oder den Hals zuzieht. Der Vorteil, dass das Halsband gleich integriert ist, ist auch gleich der größte Nachteil. Am Halsband sind meistens Hundemarke, Adressentönnchen, Tasso-Marke etc. angebracht, die mitgeführt werden sollen/müssen.





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Die Automatikleine

Ich finde sie schrecklich. Sie ist klobig, schwer und absolut unpraktisch. Ich weiß auch nicht was ich damit soll. Wenn mein Hund angeleint ist geht er ‚Bei Fuß‘, wenn er laufen darf läuft er frei. Der größte Nachteil ist jedoch, dass der Hund immer einen kontinuierliche Zug verspürt. Damit wird ihm vermittelt, dass er auf die Leine achtet und nicht auf das Kommando von Herrchen.

Das einzige wo ich eine lange Leine brauche ist bei der Hundearbeit. Dafür nehme ich dann eine Schleppleine.





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Die Schleppleine

Der Jäger nennt sie Schweißleine, bei den Mantrailern heißt sie Suchleine. Sie ist ebenfalls in verschieden Materialien und Längen (5m, 10m, 15m sind üblich) erhältlich. Da der Hund sie, wie der Name schon sagt, hinter sich herschleppt, ist ein Kunststoffmaterial Leder vorzuziehen. Ich nehme sie gern für die Hundearbeit.







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Das Halsband

Es gibt es in eben so vielen Varianten und Materialien wie die Leine. Sorge dafür, dass das Halsband nicht zu eng ist. Ich wähle es immer so, dass ich es in geschlossenem Zustand dem Hund noch über den Kopf anziehen kann.
Kettenhalsbänder kann man nehmen, aber ich rate davon ab. Sie machen auf Dauer das Haarkleid am Hals kaputt.
Stachelhalsbänder lehne ich grundsätzlich ab. Ebenso Elektrohalsbänder. Wer so etwas einsetzt oder meint einsetzen zu müssen hat in der Hundeausbildung versagt.











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Das Geschirr

Ich bin kein Freund von Geschirren die im tägliche Gebrauch eingesetzt werden. Da mein Hund nicht zieht und auch nicht ziehen soll, braucht er auch kein Geschirr. Das Geschirr hat Vor- und Nachteile.

Nachteile

Ich habe keinen feinfühlige Einfluss auf den Hund. Das Geschirr wird von einem Hund nicht so wahrgenommen wie ein Halsband. Wenn mein Hund ‚Bei-Fuß‘ gehen soll und die Leine hängt gerade runter, dann steht der Hund mit seinem Kopf 60cm zu weit vorne. Wir Menschen sind somit aus seinem Blick heraus. Hunde am Geschirr neigen zum Ziehen. Das habe ich immer wieder beobachtet.

Vorteile

Es gibt Hunde die haben es gelernt sich aus dem Halsband zu befreien. Sie ziehen sich rückwärts aus dem Halsband heraus. Das kann man zwar recht einfach abtrainieren, aber in so einem Fall hilft ein Geschirr sofort. Such und Rettungshunde laufen auch oft im Geschirr weil sie ziehen müssen.

Sollten Sie sich aber für ein Geschirr entscheiden, lassen Sie sich von einem kompetenten Verkäufer beraten. Es sind viele Geschirre auf dem Markt die mehr schaden als nützen.

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Es gibt bestimmte Einsätze, bei denen ein Geschirr jedoch notwendig ist: z.B. beim Mantrailing (siehe Bild), bei der Flächensuche, Polizeihunde, Wasserrettung oder wenn Sie mit Ihrem Hund aus einem Hubschrauber abspringen müssen. Aber für all dies gibt es Spezialgeschirre.













roland kruggel, Juli 2021

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